WordPress.com: der kleine Bruder des bekannten Content Management Systems

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WordPress.com Homepage Erfahrungsbericht / Review 2019
84%

Kurzfazit: WordPress.com ist besonders in Anbetracht der Einfachheit eine interessante Alternative zu herkömmlichen Content Management Systemen wie WordPress.org oder Drupal. Gleichzeitig ist vor allem der Umfang an Plugins deutlich größer, als der anderer Homepage-Baukästen. Diese Kombination aus Anwenderfreundlichkeit und Funktionsumfang macht das Tool optimal für große und kleine Projekte und stellt so für viele Nutzer den perfekten Mittelweg dar.

  • 1. Preise & Kosten
  • 2. Hosting
  • 3. Installation & Einrichtung
  • 4. Technik & Konzept
  • 5. Nutzermanagement
  • 6. Erweiterungen / Extensions
  • 7. Design: Backend
  • 8. Design: Frontend
  • 9. Usability
  • 10. Sicherheit
  • 11. Support & Community
  • 12. Wichtige Funktionen
Wordpress.com Startseite
Bild: WordPress.com Startseite (www.wordpress.com)

Selbst wenn du dich noch nicht lange mit der Website-Erstellung auseinandergesetzt hast, wird dir WordPress wohl ein Begriff sein. Höchstwahrscheinlich denkst du bei diesem Tool allerdings an ein Content Management System, das derzeit das beliebteste weltweit ist, PHP als Scriptsprache verwendet und einige technische Kenntnisse voraussetzt. In diesem Review geht es auch um WordPress. Allerdings nicht um das CMS, sondern um den gleichnamigen Homepage-Baukasten.

Hier erfährst du, worin die Unterschiede zum Open-Source Programm bestehen, welche Vorteile der Baukasten für dich haben kann und in welchen Punkten sich die beiden Systeme vielleicht gar nicht so unähnlich sind.

Ein paar Fakten zu WordPress.com

Der Onlinedienst WordPress.com bietet neben seiner gleichnamigen, bekannten CMS-Software auch einen Homepage-Baukasten an. Gegründet wurde die Plattform bereits im Jahr 2005 und konnte sich seither auf dem weltweiten Markt etablieren. So hatte das Unternehmen laut Alexa im Februar 2018 einen globalen Rank von 53.

Inzwischen ist der Homepage-Baukasten so populär, dass laut Anbieter monatlich rund 77 Millionen neue Beiträge und 81 Millionen neue Kommentare veröffentlicht werden. Darüber hinaus hostet WP derzeit mehr als 23 Milliarden Seiten und Blogs mit über 120 Sprachen – Deutsch steht hier übrigens mit 1,3 Prozent auf dem 6. Platz.

Für wen ist WordPress.com geeignet?

Als Homepage-Baukasten eignet sich WordPress.com natürlich insbesondere für Menschen, die sich nicht explizit mit Coding, Scriptsprache und HTML auseinandersetzen möchten. Während unser Review sich vor allem auf die Blog-Erstellung mit dem Baukasten spezialisiert, ist das Tool allerdings auch durchaus für Onlineshop-Betreiber und für solche, die es werden wollen, geeignet. Immerhin stehen entsprechende Tarife und Plugins grundsätzlich zur Verfügung. Dank des umfassenden Nutzermanagements werden auch mittelgroße Unternehmen keine Probleme mit Homepage-Baukasten bekommen. Für große Unternehmen und für größere Webprojekte hingegen sollte dann wohl doch eher auf ein entsprechendes CMS zurückgegriffen werden.

1. Preise & Kosten

Wie viel du für deine Website bei WordPress.com zahlen wirst, hängt von dem gewählten Tarif ab. Zur Wahl stehen:

  • Free: 0 € mtl.
  • Blogger: 3 € mtl.
  • Persönlich: 5 € mtl.
  • Premium: 8 € mtl.
  • Business: 25 € mtl.
  • E-Commerce: 45 € mtl.

Der Persönlich-Tarif kostet bei jährlicher Abrechnung 5 Euro pro Monat. Enthalten sind neben der Jetpack-Funktionen, den Basis-Designanpassungen und einer Vielzahl an kostenlosen Themes unter anderem auch ein 6 Gigabyte Speicherplatz. Darüber hinaus werden keine WordPress.com-Werbeanzeigen geschaltet.

Zusätzlich zu diesen Features erhalten Kunden des Premium-Tarifs einen Speicherplatz von 13 Gigabyte, VideoPress-Unterstützung, die Möglichkeit Werbung zu schalten und unbegrenzten Zugang zu den Designanpassungen und den Premium-Themes. Das alles gibt es bei einer jährlichen Abrechnung für 8 Euro im Monat.

Deutlich teurer ist der Tarif, Business sowie die eCommerce-Alternative E-Commerce, die bei jährlicher Abrechnung mit 25 Euro bzw. 45 Euro im Monat zu Buche schlagen. Dafür werden neben den Funktionen im Premium-Tarif jedoch auch unbegrenzter Speicherplatz, SEO-Werkzeuge und Live-Kurse geboten. Darüber hinaus hast du die Möglichkeit, Plugins zu installieren und eigene Themes hochzuladen. Auch die Integration von Google Analytics ist erst in diesem Tarif möglich. Selbiges gilt für die Entfernung des WordPress.com-Brandings.

Kann man WordPress.com kostenlos nutzen oder testen?

Ja, es gibt einen Free-Tarif. Dieser ist lebenslang nutzbar und kostet keinen Cent.

Gibt es einen WordPress.com Gutschein oder Gutscheincode?

Gutscheincodes für das Tool zur Website-Erstellung sind keine Seltenheit. So gibt es einige Gutscheine, die sich direkt auf die Buchung der Tarife beziehen. Andere Codes können hingegen für kostenpflichtige Templates eingesetzt werden.

Bewertung: 9/10

WordPress.com ist enorm günstig – auch im Vergleich mit anderen Homepage-Baukästen. Darüber hinaus gibt es eine kostenlose Version, die für die Einarbeitung häufig sinnvoll sein kann. Auch Gutscheincodes werden hin und wieder geboten. Punktabzug gibt es in der Bewertung dafür, dass einige – eigentlich – wichtige Funktionen ausschließlich im teuersten Tarif geboten werden.

2. Hosting

Der Baukasten-Anbieter übernimmt das Hosting deiner Website, wenn du diese mit dem zugehörigen Homepage-Baukasten erstellst. Neben einer kostenlosen Domain im ersten Jahr, E-Mail und Live-Chat Support sowie angemessenem Speicherplatz in jedem Tarif, stehen dir somit noch viele weitere, wichtige Funktionen zur Verfügung.

Bewertung: 10/10

Das Hosting von WordPress.com ist vollkommen angemessen und erfüllt die geltenden Standards. Deshalb gibt es in dieser Kategorie die volle Punktzahl.

3. Installation & Einrichtung

Der erste Schritt für die Erstellung einer eigenen Website ist die Registrierung beim Anbieter. Hier benötigst du folgende Daten:

  • E-Mail-Adresse
  • Passwort
  • Benutzername

Anschließend musst du den AGBs zustimmen und festlegen, wie deine Blog-URL aussehen soll. Zur Auswahl steht dir hier die Subdomain / Domain (je nach Tarif) oder die Möglichkeit, ein Konto zu erstellen, mit dem du später auf andere WordPress.com Blogs zugreifen kannst – ganz ohne eigene Domain.

Hast du dich für die Erstellung eines Blogs mit Domain entschieden, gelangst du gleich nach der Anmeldung zur Auswahl der Blog-Domain. Sie kann später nicht mehr geändert werden. Allerdings kannst du über dein Konto immer wieder neue Blogs mit neuer URL erstellen. Nun hast du die Möglichkeit, Sprache, Suchmaschinen-Datenschutz und Blogtitel auszuwählen. Mit einem Klick auf „Signup“ gelangst du dann zu deinen Profileinstellungen. Anschließend erhältst du einen Aktivierungslink per Mail zugesendet, den du bestätigen musst.

Ist das Konto aktiviert, kannst du dich bei WordPress.com anmelden und deinen Blog einrichten. Für die ersten Einstellungen klickst du auf den „Dashboard“-Link. Anschließend kannst du bereits beginnen, erste Inhalte hochzuladen und zu veröffentlichen.

Bewertung: 7/10

Die Registrierung und die Einrichtung eines Blogs geht sehr zügig vonstatten. Lediglich die Unterscheidung zwischen dem „Nur-Benutzername-Konto“ und dem Konto bei dem sofort auch ein Blog erstellt wird, gestaltet sich besonders für Einsteiger auf den ersten Blick etwas kompliziert.

4. Technik & Konzept

Der Homepage-Baukasten stellt eine gelungene Alternative zum Content Management System WordPress (WordPress.org) dar. Das war vom Anbieter wohl auch so gewollt. Anwender, die sich nicht mit PHP und HTML herumschlagen möchten, finden in diesem Baukasten ein deutlich simpleres und dennoch flexibles Tool zur Erstellung eines Blogs. Da das Hosting bereits inbegriffen ist, kostet die Anwendung natürlich einen gewissen monatlichen Betrag. In Anbetracht der großen Auswahl an Templates und Funktionen sowie Plugins – die in den meisten Tarifen vollkommen kostenlos genutzt werden können – scheint der Baukasten wohl auch eine kostengünstige Alternative zu sein.

Bewertung: 8/10

Wer eine Website erstellen, sich aber nicht mit Programmiersprache und Funktionen auseinandersetzen will, der wird mit WordPress.com wohl deutlich glücklicher werden als mit dem gleichnamigen CMS. So stellt das Tool eine willkommene Alternative dar. Punktabzug gibt es jedoch, da die Technik und das Konzept hinter dem Baukasten nicht ganz so hochwertig und komplex sind, wie bei seinem großen Bruder.

5. Nutzermanagement

Das Nutzermanagement bei WordPress.com ist sehr umfangreich. So kannst du als Administrator neue Nutzer hinzufügen und ihnen gewisse Rechte einräumen. So kannst du alle, die an deiner Website mitarbeiten sollen, mithilfe ihrer E-Mail einer der folgenden Rollen zuteilen:

  • Administrator: hat alle Rechte inne. So darf er unter anderem auch die Löschung des Blogs veranlassen. Der Anbieter empfiehlt deshalb nur einen Administrator.
  • Redakteur: kann jeden Beitrag und jede Seite ansehen und bearbeiten, neue Beiträge veröffentlichen und bestehende Beiträge löschen. Auch die Moderation von Kommentaren, die Verwaltung von Kategorien, Schlagwörtern und Links ist ihm erlaubt.
  • Autor: kann Beiträge veröffentlichen, eigene Beiträge bearbeiten und löschen. Darüber hinaus kann er Bilder und Dateien hochladen.
  • Mitarbeiter: kann eigene Beiträge bearbeiten – jedoch nicht veröffentlichen. Die vom Mitarbeiter erstellten Beiträge müssen daher vom Administrator geprüft, genehmigt und veröffentlicht werden. Ist der Beitrag veröffentlicht, kann er auch nicht mehr vom Mitarbeiter bearbeitet werden.
  • Follower: bekommt Updates zugeschickt, sobald neue Inhalte veröffentlicht werden. Er hat jedoch keine Bearbeitungsrechte.
  • Betrachter: können vom Administrator zu einem privaten Blog hinzugefügt werden und erhalten somit die Berechtigung, den Blog zu lesen sowie zu kommentieren.

Bewertung: 8/10

Das Nutzermanagement bei WordPress.com deckt einen großen Bereich ab und wird auch für größere Webprojekte geeignet sein.

6. Erweiterungen / Extensions

WordPress.org bietet mehr als 54.000 Plugins an. Dank dem integrierten Jetpack stehen dir von dieser enormen Anzahl an Erweiterungen die wichtigsten und sinnvollsten zur Verfügung. Bekannte Plugins sind etwa WooCommerceund Yoast. So kannst du deinen Blog deinen individuellen Anforderungen anpassen.

Bewertung: 10/10

Die Lösung für die Erweiterungen bei WordPress.com ist womöglich eine der Intelligentesten, die du bei einem Homepage-Baukasten finden wirst. So stehen dir tausende Plugins zur Verfügung, die sich bei WordPress.org bereits bewährt haben.

7. Design: Backend

Das Backend verfügt über einen einzigartigen Beitragseditor. Dieser arbeitet mit Blöcken, die einzelne Dokumente in eine Sammlung zusammenfassen. Dadurch entsteht eine klare Struktur, die die Bearbeitung vereinfacht. Mithilfe der Blöcke lassen sich Medien und andere visuelle Elemente in die Website einfügen und anpassen. So fallen HTML-Codes, Einbettungen und Shortcodes komplett weg.

Das Design im Backend ist einem WYSIWYG-Editor also sehr ähnlich. So befindet sich in einem Drittel der Oberfläche deine Website mit ihren Inhalten, während du in dem Feld auf der rechten Seite Einstellungen tätigen und zwischen den einzelnen Seiten hin und her schalten kannst.

Bewertung: 8/10

Das Backend des Homepage-Baukastens ist sehr übersichtlich und bedarf keiner HTML-Kenntnisse. So können auch Einsteiger wunderbar mit dem Tool arbeiten. Darüber hinaus hast du einen genauen Überblick über alle Änderungen die du vornimmst – und das in Echtzeit.

8. Design: Frontend

WordPress.com bietet eine Vielzahl an Templates. Im günstigen Tarif sind diese zu einem großen Teil kostenlos. In den höherpreisigen Tarifen hingegen sind tatsächlich alle Themes kostenfrei. Sortiert sind die Designvorlagen nach den Anwendungsfeldern. So können Fotografen, Künstler oder auch Publizisten auf branchenspezifische Templates zurückgreifen.

Bewertung: 8/10

Die Auswahl an Templates ist bei dem Baukasten enorm groß. Lediglich Nutzer im Basistarif müssen zwischen den kostenlosen und den kostenpflichtigen Themes unterscheiden. Alle anderen Tarife verfügen auch über die Premium-Themes.

9. Usability

Für die Verwendung des Homepage-Baukastens bedarf es kaum einer Einarbeitungszeit. Die Inhalte lassen sich im Backend sehr intuitiv bedienen. Darüber hinaus gestaltet sich auch die Registrierung und die ersten Einrichtung des Blogs äußerst unkompliziert. Die Usability ist WordPress.com natürlich auch ein gewisses Anliegen. Schließlich hebt sich das Tool gerade in diesem Punkt von WordPress.org ab.

Bewertung: 9/10

Die Usability lässt sich bei diesem Anbieter als sehr gut beschreiben. Editor, Plugins und Templates sind sehr einfach zu handhaben und tragen so zur Benutzerfreundlichkeit bei.

10. Sicherheit

Alle Websites, die über den Anbieter gehostet werden, werden per SSL-Zertifikat verschlüsselt. Darüber hinaus sorgen Firewalls dafür, dass unberechtigte Zugriffsversuche protokolliert werden. Hinzu kommt die Überwachung verdächtiger Aktivitäten und ein kompetentes SIcherheitsteam, das sich dem Schutz deiner Daten und der deiner Besucher widmet.

Die WordPress.com Server verfügen darüber hinaus über folgende Sicherheitsstandards:

  1. ISO: International Organization of Standardization
  2. IEC: International Electrotechnical Commission
  3. SSAE SOC 1 und SOC 2: Sandards of Attestation Engagements No. 16 und Typ 2

Bewertung: 8/10

Die Sicherheit der Nutzer und deren Blog-Besuchern liegt dem Anbieter sehr am Herzen. So hat er bereits in der Vergangenheit Initiative ergriffen und bietet einen entsprechenden Rundum-Schutz. Dinge wie die Passwortsicherheit hingegen hängen – wie gewohnt – vom Nutzer selbst ab.

11. Support & Community

Der Anbieter stellt ein Forum zur Verfügung, in dem Nutzer ihre Erfahrungen teilen, Fragen stellen und beantworten können. Darüber hinaus kann jeder, der einen Tarif bei WordPress.com gewählt hat umfassender E-Mail- und Live-Chat-Support in Anspruch nehmen. Auch die ausführlichen FAQs werden bei allgemeinen Fragen hilfreich sein können.

Bewertung: 9/10

Eine Community, wie du sie vielleicht von CMS kennst, gibt es hier leider nicht. Das liegt allerdings auch daran, dass hier ein kommerzielles Angebot vorliegt, das direkten und kostenlosen Support bietet.

12. Wichtige Funktionen

FunktionBeschreibung
1. Eigene DomainDie eigene Domain ist im ersten Jahr vollkommen kostenlos.
2. Banner EinbindungenBanner Einbindung ist bei diesem Homepage-Baukasten ab dem Tarif Premium möglich.
3. BlogMit den hier vorgestellten Tarifen ist die Erstellung eines Blogs überhaupt kein Problem.
4. eCommerceUrsprünglich handelt es sich bei dem Homepage-Baukasten um ein Blog-Tool. Allerdings kann mithilfe von WooCommerce oder bei Inanspruchnahme eines der eCommerce-Tarife natürlich auch ein professioneller Onlineshop eröffnet werden.
5. SEOSuchmaschinenoptimierung ist bei dem Homepage-Baukasten zum Teil bereits integriert. Für noch umfassendere Features im Bereich der SEO gibt es aber natürlich auch entsprechende Plugins.
6. E-Mail MarketingDer Versand von Newslettern ist grundsätzlich möglich. Das trifft vor allem auf jene zu, die in deinem Nutzermanagement als „Follower“ gespeichert sind. Andernfalls müssen sich Besucher, die den Newsletter in Anspruch nehmen möchten, in einem speziellen Kontaktformular eintragen.
7. Besucherstatistik / BesucherzählerBesucherstatistiken kannst du mit dem integrierten Tool immer aufrufen. Die Einbindung von Google Analytics hingegen ist erst ab dem Tarif Business möglich.
8. KontaktformularStandardmäßig werden keine Kontaktformulare bereitgestellt. Allerdings gibt es Plugins, die diese Funktion ermöglichen.
9. MehrsprachigkeitEine wirkliche Lösung für die Mehrsprachigkeit gibt es leider nicht. Allerdings können die Unterseiten zur Organisation mehrerer Sprachen eingesetzt werden.
10. BackupWordPress.com erstellt ganz automatisch Backups von deiner Website. So kannst du dir immer sicher sein, dass dein Blog auch im unwahrscheinlichen Falle eines kompletten Serverausfalls gesichert ist.

Bewertung: 7/10

Fast alle – von uns für wichtig erachteten – Funktionen sind bei WordPress.com enthalten. In einigen Fällen wird dafür allerdings ein entsprechendes Plugin oder ein ganz bestimmter Tarif benötigt. Das solltest du bei deiner Tarif-Wahl unbedingt bedenken.

Alternativen

WordPress.com ist nur einer von vielen Homepage-Baukästen, die die Erstellung von Websites und Blogs ermöglichen. Eine sehr bekannte Alternative im deutschsprachigen Raum ist Jimdo. Auch 1&1 MyWebsite ist in den letzten Monaten immer populärer geworden. Als besonders anwenderfreundliches Tool gilt hingegen Wix, während One.com mit seinem Funktionsumfang begeistern soll. Daher werden diese Baukästen im Folgenden mit dem Homepage-Baukasten aus dem obigen Review verglichen.

Der Homepage-Baukasten wird häufig allerdings auch mit einem Content Management System verwechselt, das im Grunde dasselbe Anwendungsfeld bedient. Allerdings gibt es hier klare Unterschiede, die ebenfalls im Folgenden noch genauer benannt werden.

WordPress.com vs. Jimdo

Beide Homepage-Baukästen bedürfen keinerlei technischer Kenntnisse. So sorgt in beiden Fällen ein übersichtlicher WYSIWYG-Editor für eine unkomplizierte Verwaltung der eigenen Website. Darüber hinaus ist ebenfalls in beiden Fällen nicht nur das Hosting, sondern auch die Domain inbegriffen. Im Bezug auf die Erweiterungen kann WordPress.com allerdings klare Punkte für sich gewinnen. So stehen hier mehrere tausend Plugins zur Verfügung. Ähnliches gilt übrigens auch für die Templates, die bei Jimdo doch begrenzter sind. Auch in Sachen Speicherplatz und Newsletter-Versand ist WordPress klar im Vorteil.

WordPress.com vs. Wix

Die Einfachheit von Wix lässt sich von so gut wie keinem Homepage-Baukasten übertreffen. Auch nicht von WordPress.com. Wo WordPress.com allerdings deutliche Vorteile aufweist, ist in Anbetracht der hohen Auswahl an Plugins und Templates, sowie in der Tiefe der Navigation. In Puncto Werbeeinnahmen hingegen ist Wix der Gewinner. Hier lässt sich bereits für wenig Geld Werbung schalten.

WordPress.com vs. 1&1 MyWebsite

1&1 IONOS MyWebsite ist grundsätzlich werbefrei, während WordPress.com in jedem Tarif, außer in „Business“, das eigene Logo einbindet. Widgets gibt es bei 1&1 MyWebsite bereits sehr viele – dennoch hat WordPress auch hier die größere Auswahl. Was den Newsletter-Versand und die Mehrsprachigkeit anbelangt, so kann 1&1 punkten, während WordPress.com hingegen in Sachen eCommerce die Nase vorn hat.

WordPress.com vs. One.com

One.com befindet sich im Mittelfeld der Homepage-Baukästen. Grundsätzlich sind alle Basisfunktionen enthalten – es gibt jedoch keine wirklichen Extras. So lässt sich hier ein Passwortschutz vermissen, der bei WordPress.com zum Standard gehört. Auch die Blogfunktionen sind bei One.com stark eingeschränkt. Was die Werbefreiheit und die Schaltung von Werbung angelangt, ist One.com in diesem CMS Vergleich jedoch ungeschlagen.

WordPress.com vs. WordPress.org

WordPress.org bezeichnet das Content Management System, bei dem du dir deinen Hosting-Anbieter selbstständig suchen musst. Darüber hinaus müssen Wartungsarbeiten und Backups ebenso selbstständig durchgeführt werden – ganz klar anders ist das bei WordPress.com. Dafür bist du bei dem Open-Source Programm deutlich freier in deiner Gestaltung. Dir stehen sehr viel mehr Plugins und Themes zur Verfügung, die zum Teil allerdings kostenpflichtig sind. Die Installation von Plugins ist bei dem CMS allerdings unbedingt nötig, da der Basisumfang extrem gering ist. Bei dem Homepage-Baukasten können kleinere Webprojekte bereits mit den Grundfunktionen gestaltet werden.

Zusammenfassung

Der Homepage-Baukasten WordPress.com hebt sich vor allem in Sachen Einfachheit von CMS ab. Natürlich müssen die Nutzer des Tools dafür einige Einschränkungen hinnehmen, die in einem CMS nicht gegeben wären. So ist die Einbindung von Werbung oder die Nutzung von Google Analytics nicht grundsätzlich möglich. Dafür halten sich die Kosten für den Baukasten jedoch sehr in Grenzen und umfassen neben dem Tool selbst auch das Hosting, eine große Auswahl an Templates und vielfältige Plugins.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu WordPress.com

1. Was ist WordPress.com?

WordPress.com ist ein Homepage-Baukasten. Mit dem Tool kannst du deinen eigenen Blog erstellen.

2. Wie funktioniert WordPress.com?

Der Baukasten basiert auf einem neuartigen Editor, der die Gestaltung und Verwaltung der eigenen Website ganz ohne Programmierkenntnisse möglich macht.

3. Wie gut ist WordPress.com?

Im CMS Vergleich schneidet der Baukasten sehr gut ab. Das liegt vor allem an der enormen Erweiterbarkeit und der gleichzeitigen Einfachheit, die durch den Editor geboten ist.

4. Was kostet WordPress.com?

Es gibt einen kostenlosen Tarif. Für einen größeren Funktionsumfang musst du allerdings zwischen 4 und 25 Euro pro Monat zahlen.

5. Ich habe bereits eine Domain. Kann ich diese mit WordPress.com nutzen?

Die Übertragung einer bereits bestehenden Domain ist bei dem Anbieter kein Problem.

6. Ist WordPress.com rechtssicher?

Um die Richtlinien der DSGVO einhalten zu können, gibt es diverse Plugins. So kann jede Website rechtssicher gestaltet werden.

7. Kann ich von WordPress.org zu WordPress.com wechseln?

Der Wechsel vom Content Management System zum Homepage-Baukasten ist möglich.

8. Wo stehen die WordPress.com Server?

Die Server des Anbieters sind auf mehrere Datenzentren verteilt. Diese befinden sich in den verschiedensten Teilen der Welt.

9. Wie kann ich meinen WordPress.com Account löschen?

Der Account kann nicht gelöscht werden. Allerdings ist eine Stilllegung möglich.

WordPress.com: der kleine Bruder des bekannten Content Management Systems
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